Doppellooping (NZZ Folio)

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Marco Grubert, Sie sind Präsident des Achterbahnfanclubs Schweiz. Gibt es bei Ihnen eineAufnahmeprüfung?

Nein, bei uns kann jeder mitmachen, eine Anmeldung auf der Homepage genügt. Unser jüngstes Mitglied ist 12, unser ältestes 52, insgesamt sind wir 122 Mitglieder aus 4 Ländern.

Warum braucht es einen Verein für das Achterbahnfahren?

Unsere Mitglieder dürfen zum Beispiel hinter die Kulissen eines Freizeitparks schauen, und sie bekommen bei Achterbahnen die sogenannte ERT.

Was ist das?

Exclusive Ride Time. Wir dürfen, nachdem der Park bereits geschlossen oder noch nicht geöffnet ist, für eine bestimmte Zeit die Achterbahn benutzen. Ohne Anstehen, einfach sitzen bleiben.

Wie oft fahren Sie dann?

12 bis 13 Mal ist kein Problem.

Was ist die wichtigste Regel?

Während der Fahrt: Arme in die Luft!

Und wer in der Mitte sitzt, ist ein Weichei.

Genau, entweder sitzt man ganz vorne wegen der Sicht oder ganz hinten, wegen der längeren Airtime, also des Gefühls der Schwerelosigkeit.

Wie steht es eigentlich um die Sicherheit?

Wenn Sie mit dem Auto in den Freizeitpark fahren, haben Sie das Gefährlichste schon hinter sich. Beim Achterbahnfahren wird einem höchstens mal schlecht, aber das passiert den echten Fans auch nur selten.

Welche sind die besten Achterbahnen?

Jede Achterbahn ist auf ihre Art etwas Besonderes. Mir gefallen jedoch die Schweizer am besten. Zum Beispiel die Silver Star im Europapark Rust.

Und woran erkennt man eine gute Achterbahn?

Die Höhe oder die Geschwindigkeit spielt für mich keine grosse Rolle, mir ist die Gestaltung wichtiger. Zum Beispiel machen die Besucher der Achterbahn «Rock 'n' Roller Co aster» im Walt Disney Studios Park in Paris eine wilde Fahrt in einer 24 Personen fassenden Limousine.

Wo liegt das Achterbahnmekka?

Der Traum jedes Achterbahnfans ist Ced.ar Point in Sandusky, Ohio. Dort gibt es einfach alles.

NZZ Folio - Juni 2006

Last modification: So 13 Aug 2017